Benj@mins Verbleibsverwalter

Sunday, October 12, 2008

Bolivien

Ja lieber Leser. Nach 2 Monaten hier nun wieder eine neue Statusmeldung meinerseits. Ich werde mich kurz fassen. Dem Titel zu folge, halte ich mich nun in Bolivien auf. Es war kein gerader Weg von meinem letzten Aufenthaltsort, der hier in diesem Blog aufgezeichnet wurde, bis nach Santa Cruz de la Sierra wo dieser Artikel entsteht. Der Karte nach zu urteilen habe ich den letzten Artikel in NewYork veroeffentlicht. Der Weg fuehrte weiter ueber Phoenix in Arizona nach Las Vegas und Los Angeles bis nach San Francisco. Von dort nach Schaffhausen und irgendwie gelangte ich dann noch nach Norwegen. Aber das ist eine andere Geschichte. Nun befinde ich mich wie gesagt in Suedamerika und lerne spanisch. Wie es soweit kam? Dazu hier bald ein ausfuehrliches autobiografisches Dokument zum herunterladen.
Bis dahin. Bis bald.

Wednesday, July 30, 2008

10'000 km



Neuigkeiten von der Ostküste!
Wir haben es geschafft! 10'000 km habe ich nun seit San Diego zurück gelegt. Und mit Aline seit Vancouver 8500km. Kannst du dir diese Strecke vorstellen? Also wir haben auf unserer Route drei Zeitzonen durchquert, 2 verschiedene Sprachen gesprochen, 6 von 13 kanadischen Bundesstaaten und 13 von 50 U.S. Bundesstaaten besucht. Heute haben wir unser inzwischen heiss geliebtes Fahrzeug am J.F.K. Airport in New York abgegeben. Ich muss zugeben, dass das Reisen uns ein wenig ermattete. Schon 3 einhalb Wochen sind wir nun auf Achse. Seit dem letzten Eintrag begutachteten Städte wie Chicago, Cleveland, Niagara Falls, Toronto, Ottawa, Montréal, Quebéc, (Boston) und und und... und sind jetzt in NY angekommen. Vieles haben wir gesehen und noch mehr erlebt. Es braucht nun einige Tage Auszeit in Big Apple. Wir geniessen die Zeit, lernen viel, brauchen Sprache und nähern uns an diversen Kulturen und Eigenheiten der beiden nordamerikanischen Länder an. Weiter geht es am Sonntag mit dem Bus nach Washington D.C. und dann gönnen wir uns einen kleinen Flug nach Phoenix AZ. Hoffentlich werde ich von da aus wieder Kontakt mit der alten Welt aufnehmen können. Die auf der Karte eingetragene Strecke entspricht in etwa der von uns zurückgelegten Route. Die Grünen Punkte bezeichnen die Orte, an welchen wir übernachtet oder welche wir uns sonst zu Gemüte geführt haben.

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Friday, July 11, 2008

Hasta la vista, baby!


Ja das war das Calgary Stampede! The Greatest Outdoorshow on Earth!
Zuvor überquerten wir die Rocky Mountains. Soviel Wald und unberührte Natur sieht man wahrscheinlich nie wieder. Über Vancouver, Whistler, Golden nach Banff (ein St. Moritz Canadas) bis schliesslich nach Calgary. In 3 Tagen. Und in Calgary genossen wir das Fest der Kanadier schlechthin. Ein Jahrmarkt mit Musical, Bullriding, Rodeo, Wagenrennen, Bahnen etc. ganze drei Tage liessen wir uns von den Cowboys mitreissen. Es war ein gigantomanisches Vergnügen. Die Bilder dazu sind heiss und ein Besuch wert. Wir sind das erste Mal wieder in einem Motel, in einem Kaff namens Moose Jaw. Weiter gehts nach Winnipeg und danach wieder in die U.S.A.
Yahoooo!
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Thursday, July 3, 2008

Interstate 5


Beinahe habe ich es geschaft. Jetzt bin ich in einem Kaff nahe der Grenze zu Kanada, vor Vancouver. In drei Tagen bin ich mit meinem gemieteten Mercury Mountaineer von San Diego bis hier hin auf der Interstate 5 gecruised. Für alle denen die Amerikanische Geografie und Ihre extreme Grösse so fern ist wie mir, hier einige Erklärungen: Sie ist 2222km lang (das entspricht der Strecke von Zürich nach Sankt Petersburg), sie verbindet Mexiko ( ab San Diego, CA) und Kanada durch die drei U.S. Staaten Kalifornien, Oregon und Washington. Man fährt durch Wüste auf Meereshöhe (nach Los Angeles), durch Berge (mehrere Pässe über 1200 M.ü.M), durch Wälder (mehrere 100 km lang) und Sümpfe. Weiteres bei Wikipedia: Interstate 5.
Alle grün angehauchten Leser mögen den nächsten Teil überspringen und mir verzeihen. Und: Ja ich glaube an die Klimaerwärmung!

Mein durchschnittlicher Benzinverbrauch lag bei 21 MPG, was etwa 11.2 Liter auf 100 km entspricht. Aber der Motor ist tierisch, ein 4 Liter V6, Allrad welcher es spielerisch vermag die 2 Tonnen leergewicht im Gelände herum zu stemmen.
Nicht, dass ich diesen Motor gebraucht hätte. Mir geht es vorallem um den Platz der dieses Vehikel bietet. Man kann darin "gemütlich" zu zweit übernachten. So ist man auf kein Motel angewiesen und holt die Kosten des Benzins wieder rein.

So übernachtete ich auf der Interstate 5. Das erste Mal in Californien, auf einem Campingplatz in Stockton CA. Das zweite Mal in einem sehr kleinen Ort namens Curtin mitten in einem Wald in Oregon. Und heute geniesse ich die Vorzüge des Motels in Bellingham. Nach vier Tagen im Auto, geniesse ich wieder die Vorzüge des Hotels. Und ich kann meine Internetbegehren nachholen. Morgen ist das Ziel erreicht. Ich überquere die Grenze und lasse die Interstate 5 für immer hinter mir. Es war eine wunderschöne Fahrt. Vorbei an Wüsten bei 46 Grad Aussentemperatur, dann durch gewaltige Wälder bis zum letzten Schnee auf Mount Shasta. Geografie Unterricht in 4 Tagen. Ich glaube das war eindrücklicher und lehrreicher als die letzten 4 Jahre im Gymnasium. So weit so gut. Ich werde nicht allzu oft erreichbar sein über die nächsten 2 Monate. Also hinterlässt doch eine E-Mail oder schreibt ein SMS und hofft nicht auf eine unverzügliche Antwort =) Aline and me are on the road!

Las Vegas


So das Wochenende in Vegas ist überstanden. Und ich bedaure ernsthaft, schon wieder zurück zu sein. Es war unbeschreiblich, ein Traum. Man begibt sich in diese Stadt und wähnt sich im Wunderland. Die perfekt geglückte Illusion. Nie war der Amerikanische Traum, das Vollendete Glück näher. Sofort will man eintauchen. Es ist wie eine Droge, der Rauschzustand lässt auch in den auf 18 Grad herunter gekühlten Casinos nicht nach. Erst hier wird durch das Lichtgeflimmer, die bunten Teppiche und das hohe glücksverheissende Fiepen der Automaten, das Bewusstsein richtig getrübt. Epileptiker haben nach dem Betreten der Stadt wohl noch 5 Sekunden.
Man lässt sich von der Welle tragen, staunt, wundert, stört, entzückt sich an allem was man zu sehen und hören kriegt. Alte Menschen mit Sauerstoffflasche vor dem Einarmigen Banditen sich kaum mehr auf den Stühlen haltend und ohnmächtig auf den Automaten starrend sind keine Seltenheit. Viele Hausfrauen, die scheinbar gerade in Gruppen auftauchen und das Wochenende fern von Kindern, Ehemännern und dem anscheinend dunkel grauen Alltag in einer der unzähligen Kneipen durchzechen.
Meine Blicke streifen durch das Casino. Viel Prunk, überall Gold. Man darf hier auch in den Gebäuden rauchen. Eine überirdische Erlaubnis im Vergleich zu den anderen fröhlich freien Bundesstaaten. Eigentlich ist dies auch des Pudels Kern:
In Nevada scheint alles erlaubt zu sein. Prostitution hat noch nicht amsterdamsche oder pragsche Formen erreicht. Es ist diskreter, und man bezahlt für simple Lapdances noch soviel wie das ganze Programm an der Langstrasse der Heimat.
Trinken in der Öffentlichkeit ist gebilligt, und die Polizeipräsenz überraschend und für mich trotzdem beruhigend, tief. Ich fühlte mich stets sicher.
Weiter durch das Casino ziehend, wende ich mich von den überwiegenden Automaten ab. Der unsichtbaren Macht, welche die Spieler an Ihre Apparate fesselt, glaubte ich mich nicht gewachsen, so liess ich mich erst nicht darauf ein. Viel interessanter fand ich das herkömmliche Roulette. Fortuna liess mich nicht im Stich und verhalf mir zu unverhofftem Reichtum.
Wenn man das Casino verlässt, schlägt einem die Hitze hart ins Gesicht. Auf einen Schlag ist es wieder 45 Grad warm. Allmählich gewöhnt man sich an die Wüstenhitze. Das Death Valley ist nicht weit. Die Skyline und die Hotels sind atemberaubend. Vom gekühlten Auto aus betrachtet ist es angenehmer. Zu Fuss ist man auf Getränke angewiesen.
Der Bierpreis ging runter bis auf 2$ für ein Pint. Wer meinen Lieblingsfilm "Fear and Laughing in Las Vegas" kennt, weiss, dass Las Vegas betrunkene liebt. Zum allgemeinen Lichterrausch kommt noch ein weiterer hinzu.
Irgendwann ist man dem ganzen einfach nicht mehr gewachsen. Zu viele Eindrücke prasseln in Gewehrsalven 24 Stunden lang auf einen nieder. Ich wurde von zwei schwarzen Kleiderschränken aus New Jersey geweckt, freundlich. Das Hotel war eigentlich nicht mehr weit und anstelle auf der Strasse zu Schlafen, war das bezahlte Zimmer mehr wert. Mehr nicht. Auf alle Fälle in diesem Augenblick nicht.
Bilder: Ben's Fears n' Laughings in Las Vegas

Thursday, June 26, 2008

TomTom


Soo, Schulzeit beendet, kann nun das Reisen beginnen. Am Freitag um 15:00 PT gehts ab nach Las Vegas. Für das gaaaanze Wochenende werde ich die Stadt des Glücksspiels heimsuchen. Damit ich und Fortuna unser Ziel auch sicher erreichen, habe ich mir ein Navigationsgerät besorgt. Für 169.- kann ich mich so Stressfrei auf meine Aufgabe am Roulettetisch vorbereiten. Das Wochenende kostet mit zwei Übernachtungen direkt am Strip 70$. Mal schauen was wir dafür kriegen. Am Montag gehts dann los Richtung Vancouver.

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Sunday, June 22, 2008

Geburtstag

Soo ich habe mal wieder Geburtstag, und natürlich nichts anderes zu tun, als hier etwas reinzukritzeln. Ich hatte beinahe nicht mehr damit gerechnet, dass unsere liebenswerte kleine Erde denn Gang um die Sonne ein weiteres Mal hinkriegt. Aber siehe da: Mann ist ein Jahr älter. Nun 21 und (k)ein bisschen weiser als zuvor. Dafür darf ich nun in den Vereinigten (Uneinigen) Staaten von Amerika, ganz offiziell Alkohol konsumieren, Autos mieten, und das Amerikanische Gesetz einhalten, ja und das ist sehr Ausführlich hier und in 51 verschiedenen Varianten erhältlich. Hurra!
Nur verliert alles (das wenige) Erlaubte seinen Reiz... Eine Erfahrung die ich schon 2 Mal machen musste, das eine Mal mit 16, das andere Mal mit 18, nun noch mit 21. Aber wer braucht schon Reize wenn man Surfen kann und die Kalifornische Sonne scheint?
Offensichtlich die hier: http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1062237.html
aber hei, das war noch nicht einmal verboten... Noch nicht!